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Die deutsche Bank befindet sich in einer enormen Klagewelle wegen verkaufter Finanzanlagen. Ganz weit vorne befinden sich die sogenannten Swapverträge. Swapverträge sind Tauschverträge (engl. swap=Tausch).

Die deutsche Bank hat diverse Swapverträge in ihrem Portfolio. Diese vertreibt sie aggressiv an vermögende Privatanleger und Kommunen. Viele Privatanleger haben zum Teil erhebliche Beträge an die Deutsche Bank zahlen müssen, da die Swapverträge für die Anleger teilweise maximale Verluste einbrachten. Verluste, an denen die Deutsche Bank unmittelbar verdiente und somit ihre Gewinne trotz Krisenzeiten steigern konnte. Laut Presseberichten wurden diese Swapverträge auch in großem Stil an deutsche Gemeinden und Kommunen verkauft, sodass auch diese nun auf hohen Schulden an die Deutsche Bank sitzen. Diese Schuldbeträge sind teilweise derart hoch, dass die Kommunen jahrelang daran zu tragen haben und dementsprechend wenig Geld für Kindergärten, Spielplätze, Kranklenhäuser und andere gemeinnützige Einrichtungen ausgeben können.

Die deutsche Bank verkauft Währungs-, Zins- Rohstoffswaps – um nur ein paar zu nennen.

Ein von ihr selbst erfundener Währungsswap ist der Cross Currency Harvest Index. Dabei handelt es sich um einen Index, den die Deutsche Bank selber entwickelt hat.

Der Verlauf des Index bestimmt sich anhand von Währungsparametern. Es werden hoch- und niedrigverzinsliche Währungen verglichen, indem deren Zinsentwicklung mit einer Bezugswährung, dem US-Dollar, verglichen wird. Der Verlauf des Index orientiert sich an dieser Zinsentwicklung. Beobachtet werden die Zinsentwicklungen anhand der Vorhersagen des Terminmarktes. Nur wenn die tatsächlichen Zinsentwicklungen der hoch – und niedrig verzinslichen Währungen hinter den Voraussagen des Terminmarktes zurück stehen, steigt der Index.

Die Deutsche Bank ermittelt die zu vergleichenden Währungen selber. Diese wählt sie aus einem Währungskorb aus. Auch die Zusammensetzung dieses Währungskorbes übernimmt sie selber. Somit bestimmt sie nach Vertragsabschluss alle Parameter des Tauschvertrages, Swaps, selber. Der Anleger hat keine Möglichkeit mehr, in das Geschehen einzugreifen. Er muss die Deutsche Bank gewähren lassen. Fällt der Index, verliert der Anleger, die Deutsche Bank generiert in diesem Fall Gewinne.

Bei Bezugsbeträgen in Höhe von 1.000.000 € erhält die Deutsche Bank Zahlungen des Anlegers mindestens in Höhe von 150.000 €. Bei der Akquise von geeigneten Anlegern schaut die Deutsche Bank gezielt auf die Konten ihrer Kunden und spricht sie aggressiv auf die Swapverträge an. Diese werden obligatorisch als sehr gutes Geschäft für den Anleger mit sehr guten Gewinnaussichten dargestellt. Die Anleger sollen auch immer die hohen Bezugsbeträge wählen. Der Grund dafür ist einfach. Dadurch werden die Gewinne der Deutschen Bank natürlich höher. Die Anleger erhalten für die Unterschrift des Swapvertrages auch schon Annehmlichkeiten, wie eine Einladung zu einem exklusiven Tennisturnier oder andere Präsente.

Viele dieser angelockten Anleger, denen hohe Gewinne versprochen wurden, haben am Ende enorm hohe, fünf-  bis sechsstellige, Verluste erlitten, die sie nun an die Deutsche Bank zahlen müssen. Viele müssen weitere Darlehen aufnehmen, um die Beträge zu bedienen. Von den hohen Gewinnaussichten für die Anleger spricht niemand mehr. Die alten Berater arbeiten teilweise nicht mehr in den Filialen. Als Antwort von den neuen Mitarbeitern der Deutschen Bank erhalten die Anleger, “… sie ja nicht hätten unterschreiben müssen”. Die Beträge werden knallhart eingezogen.

Viele Anleger und auch Kommunen ziehen vor Gericht.

Die Aussichten vor Gericht sind erstaunlich gut. Im März des Jahres 2011 entschied der Bundesgerichtshof ebenfalls in einem Fall über einen Swapvertrag, dass die Bank alles an den Anleger zurückzahlen muss. in dem Fall ging es um ca. 500.000 €. Zur Begründung führte der Bundesgerichtshof unter anderem an, dass die Bank dem Anleger nicht mitteilte, dass sie unmittelbare Wettgegenerin des Anlegers war und damit die Verluste des Anlegers die spiegelbildlichen Gewinne der Bank waren. Dadurch befand und befindet sich die Bank in einem Interessenskonflikt, den sie nicht auflösen kann. Denn sie tritt einerseits als Beraterin des Anlegers auf, andererseits verfolgt sie mit dem Swapvertrag ihre eigene Gewinnmaximierung. Somit begeht sie eine schuldhafte Pflichtverletzung, welche zum Schadensersatz des Anlegers und zur Rückabwicklung des Finanzanlagevertrages führt.

Als weiteren Beratungsfehler führten die Bundesrichter den sogenannten negativen Marktwert an. Dieser besagt, dass die Vertragsposition des Anlegers von Anfang so viel schlechter als die der Bank ist, dass sein Vertragsteil am Markt nur mit zum Teil enormen Verlusten, in Höhe von vier- bis fünfstelligen Beträgen, verkauft werden kann.

Diesen anfänglichen negativen Marktwert kalkuliert die Bank bewusst in den Vertrag ein und teilt dem Anleger diese Information, welche für ihn essentiell ist, nicht mit. Auch darin sahen die Richter des BGH einen eklatanten Verstoß gegen die Beratungspflichten der Bank.

Da die meisten Swapverträge dem gleichen Muster folgen, sind die Chancen der Anleger vor Gericht sehr gut. Die Landgerichte sind an die Rechtsprechung des BGH gebunden.

Aufgrund der schlechten Aussichten vor Gericht für die Bank, ist die Deutsche Bank in den Rechtsstreiten an Vergleichen intensiv interessiert.

Die Kanzlei Rechtsanwältin Köhler vertritt derzeit viele Anleger wegen Swapverträgen gegen die Deutsche Bank mit einem ungefähren Gesamtvolumen von 2 Millionen Euro.

Möchten Sie ebenfalls gegen die Deutsche Bank oder andere Banken wegen verlustreichen Swapverträgen vorgehen, zögern sie nicht und nehmen Sie Kontakt auf unter der Telefonnummer 030 / 6500 6597 oder per Email an die info@investmentschutz.de.

Die Kanzlei Rechtsanwältin Köhler ist eine Schwerpunktkanzlei für Kapitalanlagerecht.