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Nach vielen großen offenen Immobilienfonds wurde auch der Stratego Grund, ein sogenannter Dachfonds, am 30.03.2012 wegen Liquiditätsproblemen geschlossen. Die Anleger können ihre Anteile nicht mehr zurück geben und kommen somit nicht mehr an das investierte Kapital. Die Abwicklung kann bis 2017 dauern, die gezahlten Einlagen werden wahrscheinlich nicht mehr in vollem Umfang erstattet werden können. Anleger haben bei einem Verkauf der Anteile bereits jetzt Verluste in Höhe von beinahe 2/3 der gesamten Einlagen. Der Kurswert liegt inzwischen in etwa bei etwas mehr als 1/3 des ursprünglichen Verkaufswertes.

Mitarbeiter der Berliner Sparkasse haben Anlegern den Fonds noch zu Zeiten der Immobilienkrise in den Jahren 2008 / 2009 als sichere Ablage empfohlen, obwohl zu dieser Zeit viele prominente Immobilienfonds kriselten. Zu dieser Zeit hätten Immobilienfonds nicht mehr als sichere Geldanlage empfohlen werden dürfen. Der Stratego Grund ist ein Dachfonds, der in weitere 15 Ziefonds und weiteres gemischtes Sondervermögen investiert. Emittierende Kapitalanlagegesellschaft ist die Landesbank Berlin Investment GmbH. Bei den Zielfonds handelt es sich ebenfalls um offene Immobilienfonds. Ein offener Immobilienfonds nimmt im Gegensatz zu einem geschlossenen Fonds jederzeit die Anteilsscheine der Investoren zurück. Reicht jedoch die Liquidität des offenen Immobilienfonds nicht mehr aus, die Anteile zurückzunehmen und das eingezahlte Kapital auszuzahlen, muss der offene Immobilienfonds die Anteilsrücknahme verweigern gemäß §§ 37, 81 Investmentgesetz. Der Stratego Grund Fonds investiert unter anderem in die offenen Immobilienfonds Morgan Stanley P2 Value, KanAm Grundinvest, TMW Immobilien Weltfonds und DEGI German Business. Der Morgan Stanley P2 Value wurde bereits am 30.10.2008 geschlossen. Der TMW Immobilien Weltfonds wurde erstmals im Oktober 2008 geschlossen. Der Degi Global Business wurde im November 2009 geschlossen.

Viele Zielfonds, in die der Stratego Grund Invest investierte, sind geschlossen und werden abgewickelt.

Laut Angaben von Anlegern wurde diesen teilweise von der Berliner Sparkasse nicht mitgeteilt, dass der Fonds jederzeit geschlossen werden kann. Damit verstößt die Bank gegen ihre Beratungspflichten und macht sich schadensersatzpflichtig.

Bei einem Anlageberatungsgespräch ist der Anlageberater verpflichtet, den Anleger aufzuklären, dass es sich um einen offenen Immobilienfonds handelt, der jederzeit geschlossen werden kann. Ebenfalls muss über die Situation der Zielfonds aufgeklärt werden. Weiterhin muss die Anlageempfehlung zum Anlageprofil des Kunden passen.

Werden diese Vorgaben nicht korrekt eingehalten, liegt eine Falschberatung vor, die den Anleger zu einer vollständigen Rückabwicklung im Rahmen des Schadensersatzes berechtigen kann. Vor Geltendmachung der Ansprüche muss jeder Einzelfall geprüft werden.

Für eine Einzelfallprüfung – auch wegen weiterer Immobilienfonds – wenden Sie sich bitte an Frau Rechtsanwältin Claudia Köhler unter der Telefonnummer 030 / 6500 6597 oder per Email an info@investmentschutz.de.