Deutsche Bank Balanced Currency Harvest Index

ist eine Art des Zinsswaps. Es handelt sich um einen Währungsswap, welcher von der Deutschen Bank entwickelt und größtenteils vor dem 30.06.2008 im Massenvertrieb verkauft wurde. Bei diesem Swapvertrag werden die Entwicklungen von hochverzinslichen Währungen mit jenen von niedrigverzinslichen Währungen verglichen. Der als Basiswert dienende Index, welcher von der Deutschen Bank entwickelt wurde, setzt sich aus Hoch- und Niedrigzinswährungen eines Währungskorbs zusammen. Dabei werden die Zinsdifferenzen dieser Währungen in Beziehung zueinander gesetzt. Der Tauschpartner (Swap = Tauschgeschäft) ist die Bank. Bei einem für den Anleger günstigen Verlauf des Entwicklungsverhältnisses verliert die Deutsche Bank Kapital, welches sie in diesem Falle an den Anleger zahlen muss. Ist der Verlauf ungünstig für den Anleger, erhält die Deutsche Bank Geld von dem Anleger. Bei Abschluss des Vertrages muss der Anleger zunächst kein Kapital investieren – dieser Umstand wird als Verkaufsargument genutzt. Die Deutsche Bank kann laut der Produktbeschreibung auch noch nach Zeichnung der Anlage verfügen, welche Währungen aus dem Währungskorb zur Zusammensetzung des Index gewählt werden. Damit kann die Deutsche Bank unmittelbar den Verlauf des Index, auf den die Bank als auch der Anleger wettet, beeinflussen.

Es erscheint nicht unoffensichtlich, unter welchen Aspekten die Deutsche Bank die Währungen auswählen wird in Ihrer Doppelfunktion als Wettpartnerin und Anbieterin des Swapvertrages. Die Verluste sind bei Abschluss der Geldanlage für den Anleger nicht vorhersehbar. Sie können jedoch in den persönlichen wirtschaftlichen Ruin führen. Die von den Anlegern zu zahlenden Summen belaufen sich in den meisten Fällen auf hohe fünfstellige Beträge. In den ersten zwei Jahren nach Abschluss der Anlage erhält der Anleger die vereinbarte feste Zinsdifferenz von der Bank ausgezahlt. Diese Zahlung wurde ebenfalls als Verkaufsargument verwendet. Es handele sich dabei um eine sichere Rendite, welche anfänglich keine Investition benötige. Welche finanzielle Last die Anleger dafür aber im Gegenzug nach Ablauf eines weiteren Jahres gegenüber der Bank aufzubringen haben, wurde den meisten Anlegern nach Berichten im Beratungsgespräch nicht mitgeteilt. Die enormen Summen, die dabei anfallen, können die Anleger oft gar nicht aus eigener Kraft aufbringen, sondern müssen diese wiederum fremd finanzieren lassen, sodass weitere Zinslasten hinzutreten.

Diese Verkaufsstrategie stellt in vielen Fällen einen schwerwiegenden Beratungsfehler dar, welcher zu Schadensersatzansprüchen gegenüber der Deutschen Bank führen kann. Bekommt der Anleger den Schadensersatz zugesprochen, wird die Anlage rückabgewickelt und der Anleger muss seine Geldschuld gegenüber der Bank nicht begleichen und erhält bereits geleistete Zahlungen wieder.

Rechtsanwältin Claudia Köhler berät und vertritt Sie kompetent bei der Rückabwicklung Ihres Cross Currency Harvest Index Swap. Rufen Sie uns an unter 030/6500 6597 oder füllen Sie unser Kontaktformular aus.

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